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AKTUELLES THEMA: MEXIKO - SCHWEINEGRIPPE H1N1

Hysterie einer Pandemie schlimmer als das Virus

- Waschen Sie Ihre Hände und nutzen Sie Handdesinfektionen.
- Wenn Sie kein Taschentuch haben, husten und niesen Sie in ihre Ellenbeuge.
- Küssen Sie keine Schweine.

Wieder einmal nutzen die Medien die Pandemie-Panik und nun droht angeblich das Schweinegrippevirus die Menschheit stark zu dezimieren...
Wir empfehlen Ihnen tief durchzuatmen, halten Sie ihre Hände sauber und husten Sie keine anderen Menschen an.
Also verhalten Sie sich eben so, wie schon bisher an jedem Tag!




FAQ's zum Thema H1N1 (26.04.2009)

Was wissen wir bereits über die Schweinegrippe H1N1?
Gab es schon mal Ausbrüche von Schweinegrippe?
Wie sieht die gegenwärtige Situation in den USA aus?
Wie sieht die gegenwärtige Situation in Mexiko aus?
Wie verbreitet sich das Virus?
Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen?
Gibt es eine Behandlung gegen die Erkrankung?
Was rät mediScon gegenwärtig Mexico-Reisenden?



Hintergrund

In 14 der 32 Bundesstaaten von Mexico infizierten sich bisher bereits 1.000 Menschen mit der Schweinegrippe, und von ihnen verstarben bereits 68 Personen.
Seit März diesen Jahres wurden in Texas und in Kalifornien (USA) bei 8 Personen eine Infektion mit dem Grippevirus A (H1N1), dem Schweinegrippe-Virus) nachgewiesen. Diese Personen konnten alle erfolgreich medikamentös behandelt werden.
Das Schweinegrippe-Virus ist sehr infektiös.
Es gibt seit September 2009 einen Impfstoff gegen eine Infektion mit dem Virus.
Zur Behandlung und zur Prävention einer Infektion mit dem Schweinegrippe-Virus werden die Wirkstoffe Oseltamivir (Tamiflu) und Zanamivir (Relenza) eingesetzt.
Guidelines finden auf unserer medicalQM-Webseite



Was wissen wir bereits über H1N1?

Die Schweinegrippe ist eine Atemwegerkrankung bei Schweinen welche durch das Influenzavirus Typ A hervorgerufen wird. Diese Erkrankung kommt bei Schweinen oft vor. Normal werden Menschen nicht von dem Virus befallen, es kam in der Vergangenheit jedoch schon wiederholt auch zu Erkrankungen bei Menschen, die sich direkt bei den kranken Schweinen infizierten (z.B Schweinezüchter, Veterinärpersonal,...). Es gibt auch bereits Dokumentationen von Schweinegrippe-Virus-Erkrankungen, welche von Mensch zu Mensch übertragen wurden.




Rückblick

Im Jahre 1976 gab es in Fort Dix, New Jersey/USA über 200 Infektionsfälle mit dem Schweinegrippe-Virus, mit zum Teil schweren Krankheitsverläufen und einem Todesfall. Im September 1988 erkrankte eine zuvor gesunde schwangere Frau im Alter von 32 Jahren plötzlich an einer schweren Lungenentzündung durch eine Infektion mit dem Schweinegrippe-Virus und verstarb nach 8 Tagen. In der Zeit von Dezember 2005 bis Februar 2009 gab es in 10 Bundesstaaten der USA insgesamt 12 Infektionsfälle mit dem Virus bei Menschen.




Gegenwärtige Situation in den USA

Seit März diesen Jahres wurden insgesamt 8 Infektionen mit dem Schweinegrippe-Virus H1N1 bei Menschen aus Kalifornien, Texas und aus Mexico, labortechnisch nachgewiesen. Das CDC in den USA stellte fest, dass das Virus ansteckend und auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Das nachgewiesene Virus zeigte Gen-Segmente von 4 verschiedenen Influenza-Typen:
- vom Nordamerikanischen Schweinegrippevirus,
- dem Nordamerikanischen Vogelgrippevirus,
- dem menschlichen Grippevirus
- und dem Eurasischen Schweinegrippevirus.




Gegenwärtige Situation in Mexiko

Fast 1.000 Infektionsfälle wurden in Mexiko bestätigt. Die Zahl von Infektionen stieg im April kontinuierlich an. In Mexico-City zählte man bis Freitag (24.04.2009) 854 Infektionen mit Lungenentzündung, von denen 59 tödlich verliefen. Daraufhin haben die Behörden die Schulen und Universitäten geschlossen und Menschenansammlungen untersagt. Aus San Luis Potosi im Zentralgebiet des Landes melden die Behörden 24 Infektionsfälle mit bislang 3 Todesfolgen und aus Mexicali nahe der Grenze zu den USA, werden 4 Infektionsfälle bisher gemeldet.

Das Virus in Mexico hat vornehmlich junge und gesunde Erwachsene befallen und nicht wie bei der klassisch-saisonbedingt auftretenden Grippewelle, Kinder und alte Menschen.
Das CDC hat 14 Proben von schwer erkrankten Personen aus Mexiko untersucht und dabei fand man bei 7 der untersuchten Proben genau den gleichen Genmix, wie bei den erkrankten Personen in den USA.
In Kanada untersuchte man 18 Proben von erkrankten Personen aus Mexiko und fand in 12 Fällen den gleichen Genmix wie bei den Erkrankten in Kalifornien/USA.
Die WHO und das CDC beraten gegenwärtig über die Einstufung der Situation.




Wie verbreitet sich das Virus?

> Durch den Kontakt zu infizierten Schweinen oder durch direkten Kontakt mit der direkten Umgebung (Stallungen) in denen sich infizierte Schweine befinden.
> Durch den direkten Kontakt mit infizierten Personen und auf dem gleichen Weg, wie auch die normale Grippe übertragen werden kann (durch Husten, Niesen und Schnupfen von infizierten Personen - Tröpfcheninfektion).

Personen, die mit dem Virus infiziert sind, sind bereits 2 Tage vor dem Auftreten der Krankheitssymptome und bis zu sieben Tage nach dem Auftreten der Krankheitssymptome als potentiell ansteckend zu bewerten. Kinder, besonders Kleinkinder, sind sogar noch für einen längeren Zeitraum als ansteckend einzustufen.




 



Wie kann ich mich schützen?

Es gibt keinen Impfstoff zum Schutz vor einer Infektion mit dem Schweinegrippe-Virus. Bedecken Sie beim Husten, Niesen und Naseputzen die Nase und den Mund mit einem Einmal-Taschentuch und werfen sie dieses anschließend in den Müll.
Waschen Sie sich regelmäßig und häufig die Hände gründlich mit Wasser und Seife, besonders nach dem Niesen, Husten und Naseputzen.
Effektiveren Schutz bieten Handreinigungsmittel auf Basis von Alkohol.
Vermeiden Sie den Kontakt zu erkrankten Personen und meiden Sie Menschenansammlungen.
Sollten Sie erkrankt sein, so meiden Sie bitte den Kontakt zu anderen Menschen, waschen Sie sich regelmäßig (besonders nach dem Husten, Naseputzen und Niesen) die Hände und vermeiden Sie den Kontakt ihrer Hände mit ihren Augen, der Nase und dem Mund, da auch Bakterien die Viren weitertragen können.



Gibt es eine medikamentöse Behandlung?

Es gibt Medikamente gegen das Virus, welche die Wirkstoffe Oseltamivir oder Zanamivir enthalten. Eine Erkrankung sollte schnellstmöglich (binnen der ersten 48 Stunden) medikamentös behandelt werden, da die Medikamente die Vermehrung der Viren verhindern. Sollten sie erkranken, rufen Sie ihren Arzt bitte zuerst an und gehen Sie nicht gleich mitten in ein volles Wartezimmer.




Was rät mediScon gegenwärtig Mexico-Reisenden?

Nach einer Diskussion mit Fachleuten in unserem internationalen Netzwerk, rät mediScon dazu, unmittelbar bevorstehende Reisen nach Mexico gegenwärtig zu verschieben.
Die Behörden in Mexico haben bereits Schulen und Universitäten schliessen lassen und starteten Programme zur Eindämmung einer weiteren Ausbreitung von Infektionen.




 



(Stand der Information: 26.04.2009 - tho)




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