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ABC DER KRANKHEITEN |
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mediScon kleines ABC der Krankheiten
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Hier listen wir Ihnen die bedeutsamsten Krankheiten bezogen auf die Reise- und Tropenmedizin auf und geben Ihnen gleich eine kurze und leicht verständliche Information dazu.
A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z
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A
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Affenpocken: Eine Viruserkrankung, die in den tropischen Regenwäldern West- und Zentralafrikas vorkommt. Übertragung v.a. durch Tröpfcheninfektion, aber auch durch direkten Kontakt zu beispielsweise Affen oder Rotschenkelhörnchen. Inkubationszeit um die 12 Tage. Es kommt zu Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen mit Ausbildung eines Pockenausschlages. Die Gefahr einer Erkrankung ist für Reisende sehr gering. Zum Schutz sollte man den Kontakt zu erkrankten Personen und Tieren meiden.
Afrikanische Trypanosomiasis: Die auch als Schlafkrankheit bekannte Erkrankung wird durch Parasiten hervorgerufen, die durch den Stich der Tsetse-Fliege übertragen werden. Die Inkubationszeit beträgt je nach Erregertyp drei Tage bis zu mehreren Monaten. Als erstes Symptom können die Lymphknoten im Bereich der Stichstelle anschwellen. Im weiteren Verlauf kommt es dann zur Schwellung der Halslymphknoten, Fieber, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit. Im dritten Stadium entwickelt sich eine fortschreitende Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute. Zur Vorbeugung sollte ein guter Insektenschutz (Kleidung, Repellents, Moskitonetze,...) betrieben werden und bei unklaren Insektenstichen in den Risikogebieten Afrikas, sollte ggf. eine fachärztliche Untersuchung angestrebt werden.
AIDS: In fast allen Ländern der Tropen besteht eine hohe Verbreitung von HIV. Diese teilweise sehr starke Verbreitung des Virus in der Bevölkerung bedeutet ein stetiges Risiko bei sexuellen Kontakten, welche den Gebrauch von Präservativen unablässig machen! Personen die HIV-positiv und beschwerdefrei sind, können selbstverständlich reisen. Manche Länder verlangen vor einem geplanten Langzeitaufenthalt einen HIV-Test (vor allem Immigranten, Arbeitnehmer und Studenten sind hiervon betroffen). Da sich die Bestimmungen hierzu jederzeit ändern können, sollten Sie im Zweifelsfall in der betreffenden Botschaft oder dem Konsulat nachfragen.
Amöbenruhr/Amöbiasis: Eine durch Parasiten hervorgerufene Erkrankung, die am häufigsten in den Tropen und Subtropen vorkommt. Eine Übertragung erfolgt durch verunreinigtes Trinkwasser und verunreinigte Nahrungsmittel, jedoch auch durch eine Schmierinfektion. Die Inkubationszeit von meißt 2 bis 4 Wochen kann auch Monate oder gar Jahre dauern. Es kommt zu Bauchschmerzen, Übelkeit, starke Durchfälle die glasig und "himbeerartig" aussehen. Solange die Amöben die Leber noch nicht befallen haben, tritt meißt kein Fieber auf. Bei Leberbefall können sich dort Abszesse bilden und es kommt zu Fieber und einem schweren Krankheitsgefühl. Zum Schutz sollte man auf eine sehr gute Hygiene achten.
Anthrax/Milzbrand: Eine bakterielle Erkrankung die weltweit verbreitet ist. Eine Übertragung der Erkrankung kann durch den Kontakt zu infizierten Personen oder infizierten Tieren erfolgen. Es kann durch direkten Hautkontakt, durch das Einatmen von Erregersporen oder durch die Nahrungsaufnahme zu einer Erkrankung kommen. Die Inkubationszeit beträgt etwa 2 bis 5 Tage. Auf der Haut bilden sich juckende Knötchen, auf denen sich dann eine Blase bildet. Aus diesen kann sich ein Geschwür mit einem dunklen Grund bilden. Von dort kann der Erreger sich weiter in den Organismus ausbreiten und es kann in der Folge zu einem Kreislaufversagen und zum Tode führen. Beim Verzehr von infiziertem Fleisch kann ein Befall des Dünndarms zu schweren Darmblutungen und zum Tode führen. Das Einatmen der Sporen birgt die Gefahr eines Lungenmilzbrandes, welcher meißt tödlich endet. Eine rechtzeitig erkannte Erkrankung kann mit einem Antibiotikum behandelt werden. Zum Schutz sollte man sich von infizierten Tieren fernhalten und auf eine sehr gute Hygiene im Umgang mit Fleisch und Fleischprodukten achten.
Askariasis: Durch den 15 - 40cm langen Spulwurm verursachte Erkrankung. Die Aufnahme erfolgt durch kontaminierte Nahrungsmittel , die Wahrscheinlichkeit einer Infektion erhöht sich drastisch bei mangelnden Hygienezuständen und Abwasserbeseitigung. Der Spulwurm ist weltweit verbreitet, die Infektionswahrscheinlichkeit in Entwicklungsländern beträgt 80 - 90%. Bei Durchwanderung des Wurms durch die Lunge kommt es zu Lungenentzündungen, Luftnot und Fieber. Bei Durchwanderung des Darms kommt es zu mangelnder Nahrungsaufnahme, ggf. Durchfall oder Verstopfung. Die Therapie erfolgt mit Antihelmintika. Zur Prävention dienen persönliche Hygiene und saubere Toilettenverhältnisse.
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B
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Balkangrippe: Eine hochinfektiöse bakterielle Erkrankung, die weltweit verbreitet ist. Übertragen wird sie v.a. durch den Kontakt zu infizierten Rindern und Schafen, aber auch durch das Einatmen von erregerhaltigem Staub. Es kommt nach einer Inkubationszeit von etwa 3 Wochen zu hohem Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, sowie einem Appetitverlußt. Später kann eine Lungenentzündung oder gar eine Gelbsucht auftreten. Eine Behandlung mit Antibiotika ist möglich. Zum Schutz sollte man den Kontakt zu infizierten Tieren und infiziertem Fleisch meiden und darauf achten, dass Milch und Milchprodukte pasteurisiert sind.
Bartonellose (Carrion-Krankheit, Oroya-Fieber, Peruwarze): Eine bakterielle Erkrankung, die durch die Sandfliege Phlebotomus übertragen wird. Die Inkubationszeit beträgt ca. 3 Wochen, danach kommt es plötzlich zu hohem Fieber, Knochen- und Gelenkschmerzen sowie zu einer Anämie. Es kann ebenfalls zu Hauterscheinungen in Form von warzenähnlichen Schwellungen kommen. Der Erreger lässt sich in Blutausstrichen nachweisen. Es können sogar Transfusionen notwendig werden, die Krankheit spricht schnell auf eine Antibiotikabehandlung an.
Bilharziose: Eine Erkrankung durch Parasiten (Schistosomen - Pärchenegel), die in den Tropen vorkommt. Die Parasiten leben in den Blutgefäßen des Darmes oder der Harnblase. Eine Ansteckung erfolgt durch den Kontakt im Süßwasser, in dem Zekarien vorkommen. Die Larven bohren sich durch die unverletzte Haut und gelangen so in die Leber und die Organe des Unterleibes. An der Eintrittstelle kann es vorübergehend zu einer Hautreizung kommen. Nach etwa 4 bis 6 Wochen kann ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Fieber auftreten. Anschliessend treten Verdauungsprobleme und Blasenbeschwerden mit Blut im Urin oder im Stuhl auf. Das Baden in tropischen Binnengewässern sollte zum Schutz vor einer Erkrankung unterbleiben.
Borreliose: Eine bakterielle Erkrankung, die durch Zecken übertragen wird. Die Inkubationszeit beträgt 3 Tage bis einen Monat. Schon nach dem Zeckenstich kann es zu einer Hautrötung an der Einstichstelle kommen, die schmerzlos ist und sich ringförmig ausbreitet. Später können Gelenkschmerzen, eine Herzmuskelentzündung und Lähmungen auftreten. Wenn die Erkrankung früh diagnostiziert wird, sind die Heilungschancen mit einer antibiotischen Behandlung gut. Zum Schutz sollte man in Wäldern festes Schuhwerk, lange Hosen und langärmlige Kleidung tragen. Entgegen der allgemeinen Annahme lassen sich Zecken nicht auf den Menschen herabfallen, sondern sie klettern an uns hoch. Die Verwendung von zeckenwirksamen Repellentien ist sinnvoll. Nach dem Aufenthalt im Freien sollte der Körper auf Zecken abgesucht werden und evtl. vorhandene Zecken sollten Vorsichtig und gemäß Anweisung mit einer Zeckenzange schonend und ohne quetschen entfernt werden.
Botulismus: Eine schwere Form der bakteriellen Vergiftung. Der Erreger ist weltweit verbreitet und produziert ein äußerst starkes Nervengift. Meißt 12 bis 36 Stunden nach der Aufnahme kommt es zu Übelkeit, Erbrechen und Verstopfung. Im weiteren Verlauf kann es zu Sehstörungen, Schluckbeschwerden und Atemlähmungen kommen. Zum Schutz sollte eine gute Nahrungsmittelhygiene eingehalten werden. Speisen aus undichten Einweckgläsern oder unhygienisch gehändelte Konserven sollte man meiden und niemals eine Konserve mit Wölbung verwenden. . Brucellose: Eine bakterielle Erkrankung, die in der Regel durch den Verzehr von infizierten Tierprodukten und selten auch durch den direkten Kontakt zu infizierten Tieren, übertragen werden kann. Die Inkubationszeit kann von 5 Tagen bis zu mehreren Monaten dauern, dann kommt es meißt schleichend zu einer erhöhten Temperatur, Nachtschweiß, Kopfschmerzen und Magen- Darmbeschwerden. Später kann es zur Schwellung der Leber und der Milz kommen, es kann eine Arthritis, eine Hirnhaut-, oder Herzmuskelentzündung auftreten. Eine Behandlung mit Antibiotika ist möglich. Zum Schutz sollte man Milch und Milchprodukte, welche nicht pasteurisiert sind und auch den Verzehr von rohem Fleisch, meiden. Der Kontakt zu infizierten Tieren sollte vermieden werden.
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C
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Chagas: Eine Erkrankung, die durch Parasiten hervorgerufen wird. Die Einzeller mit dem Namen "Trypanosoma cruzi" finden sich im Kot der südamerikanischen Raubwanzen und können durch Kontakt übertragen werden. Eine akute Erkrankung äußert sich in Milz- und Leberschwellung, einer Herzmuskel- und einer Hirnhautentzündung und kann zu einem dauerhaften Schaden des Herzens oder der Verdauungsorgane führen. Zum Schutz sollte man in den Risikogebieten Lehmhütten meiden und darauf achten, dass die eigenen Unterkünfte sehr sauber sind. Ein guter Insektenschutz ist anzuraten.
Chikungunya-Fieber: Eine Viruserkrankung, die von Mücken oder auch durch direkten Kontakt zu erkrankten Personen, übertragen werden kann. Nach einer Inkubationszeit von 2 bis 10 Tagen kommt zu einem plötzlichen Fieber und starken Gelenkschmerzen, sowie einem schweren Krankheitsgefühl. Anschliessend fällt das Fieber ab und es bildet sich ein Exanthem. Die Gelenkbeschwerden sind typischerweise immer beidseitig und sie können sehr lange fortbestehen. Zur Vorbeugung sollte man stets auf einen guten Mückenschutz achten und den Kontakt zu erkrankten Personen meiden.
Chlamydien: Dieses sind Bakterien, die unterschiedliche Erkrankungen hervorrufen können. Die Erregertypen A, B, Ba und C können eine Augeninfektion (Trachom) hervorrufen, die mit einer beidseitigen Bindehautentzündung beginnt und zu einer andauernden Hornhautentzündung bis zur Erblindung führen kann. Das Trachom ist die häufigste Erblindungsursache weltweit. Die Erregertypen D bis K sind die häufigste Ursache für Infektionen der Harnwege. Die Erreger L führen zum Lymphogranuloma venereum, einer Geschlechtskrankheit, die in Afrika, Südamerika, der Karibik und in Südostasien vorkommt. Übertragen werden können Chlamydien durch Fliegen, Handtücher, Bettücher und Hände. Die Erreger D-K können durch alle Formen des Sexualkontaktes übertragen werden und die Inkubationszeit beträgt etwa 1 bis 3 Wochen. Eine Behandlung mit Antbiotika ist möglich. Zum Schutz sollte man auf entsprechende Hygiene achten, Kondome verwenden und den engen Kontakt zu erkrankten Personen distanziert gestalten. Die Erreger Chlamydia pneumoniae können durch eine Tröpfcheninfektion zu einer Lungenentzündung führen, die in der Regel eine Inkubationszeit von wenigen Tagen hat. Zum Schutz sollte man auf einen vorsichtigen Kontakt zu erkrankten Personen achten.
Cholera: Eine schwere Durchfallerkrankung durch Bakterien. Die Infektion erfolgt meißt durch die Aufnahme von verunreinigtem Wasser oder Nahrunsmitteln (Meeresfrüchte), sie kann aber auch durch eine Schmierinfektion erfolgen. Die Inkubationszeit beträgt einen bis maximal 6 Tage und es kommt zu plötzlichen und heftigen Durchfällen. Innerhalb von wenigen Tagen kann der massive Flüssigkeitsverlußt zu einem Nierenversagen und einem Schock führen. Zum Schutz sollte man auf eine sehr gute Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene achten. Es gibt seit 2004 eine in Deutschland zugelassene und gut verträgliche Schluckimpfung gegen Cholera.
Clonorchiasis: Hierunter versteht man einen Befall durch den chinesischen Leberegel, der v.a. in China, Japan und Korea verbreitet ist. Durch den Verzehr von rohem Fisch können die Egel-Larven in den menschlichen Körper gelangen. Dort schlüpfen die Larven im Darm und wandern in die Leber. Die Inkubationszeit beträgt etwa 14 Tage und je nach Menge der Tiere kommt es dann zu einem Völlegefühl, Schmerzen im Oberbauch, einer Leberschwellung und zu einer Gelbsucht. Bei starkem Befall kann es auch zu blutigen und heftigen Durchfällen kommen. Es gibt eine sehr gute medikamentöse Behandlung gegen den Befall. Aus Vorsicht sollte man auf rohen oder nicht vollständig durchgegarten Fisch verzichten.
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D
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Dengue-Fieber: Eine virale Erkrankung, die durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen wird. Nach einer Inkubationszeit von etwa 5 bis 7 Tagen kommt es zu Fieber, Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen. In seltenen Fällen kann eine wiederholte Infektion zu einem schweren Krankheitsverlauf mit Blutungsneigung und Schock führen. Zur Vermeidung einer Infektion sollte man stets auf einen sehr guten Schutz vor Mücken achten.
Diphterie: Eine bakterielle Infektion, die meißt durch eine Tröpfcheninfektion übertragen wird. Nach 1 bis zu 7 Tagen kommt es dann zu einer Entzündung des Rachens mit einem grau-weißen Belag und einem süßlichen Mundgeruch. Es kann zu Fieber, Atembeschwerden und einer Entzündung des Herzmuskels kommen. In den Tropen kann es auch zu Hautläsionen und zur Ausbildung von Hautgeschwüren kommen. Zum Schutz sollte man den direkten Kontakt zu infizierten Personen meiden und auf einen Impfschutz mit regelmäßigen Auffrischimpfungen achten.
Dreitagefieber: Eine virale Erkrankung durch das Phlebovirus, welches v.a. durch die Sandfliege "Phlebotomus papatasi" übertragen wird. Nach einer Inkubationszeit von etwa 3 bis 6 Tagen kommt es zu einer akuten, aber gutartig verlaufenden Erkrankung mit plötzlichem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, sowie Übelkeit und Erbrechen. Nach etwa 3 Tagen verschwinden die Symptome wieder. Eine Behandlung erfolgt symptomatisch. Zum Schutz sollte man einen guten Insektenschutz betreiben. Bei der Verwendung von Moskitonetzen muß darauf geachtet werden, dass die Maschengröße unter 0,89mm ist.
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E
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Ebola: Eine virale Erkrankung aus der Familie der Filoviren. Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten und Ausscheidungen von erkrankten Personen/Tieren. In der Regel beträgt die Inkubationszeit etwa 4 bis 21 Tage und es kommt zu plötzlichem hohen Fieber, starkem Krankheitsgefühl, starken Kopf- und Muskelschmerzen, sowie zu einer Hals- und Bindehautentzündung. Nach einer Woche kommt es dann bei den meißten Erkrankten zu Blutungen der Haut, der Schleimhäute und der inneren Organe. Etwa 50% bis 90% der Erkrankten sterben durch einen Kreislaufschock, eine Hirnhautentzündung und/oder dem Versagen der inneren Organe. Das Risiko einer Erkrankung ist für Reisende sehr gering. Zum Schutz sollte man den Kontakt mit Blut und Ausscheidungen von erkrankten Personen meiden. Auch sollte der Kontakt zu Affen gemieden werden.
Echinokokkose: Sie wird durch den Hundebandwurm oder den Fuchsbandwurm hervorgerufen. Übertragen wird der Bandwurm durch Kontakt mit Speichel oder dem Kot von Hunden oder Füchsen. Der Fuchsbandwurm wird teilweise auch durch den Verzehr von verunreinigten Waldbeeren oder Pilzen übertragen. Es kommt in der Folge zu einer Bildung von Zysten v.a. in der Leber oder der Lunge, welche etwa 1cm pro Jahr wachsen. Bis zur Diagnosestellung können so einige Jahre vergehen. Als Symptom wird meißt ein unspezifisches Druckgefühl im Bereich des betroffenen Organes angegeben. Die größte Gefahr birgt das Platzen einer Zyste, da dieses u.a. zu einem allergischen Schock führen kann. Zum Schutz sollte der Kontakt zu den erkrankten Tieren gemieden werden und es sollte eine gute Nahrungsmittelhygiene eingehalten werden.
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F
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Fasciolose: Hervorgerufen durch den Leberegel "Fasciola hepatica", der weltweit verbreitet ist. Übertragen wird er durch den Verzehr von Wasserpflanzen (z.Bsp. Kresse), an denen sich die Larven im Verlauf ihren Entwicklungszykus in Binnengewässern festhalten. Nach der Aufnahme können die Larven die Wand des Dünndarms durchdringen und in die Leber gelangen. Die Inkubationszeit beträgt etwa 3 bis 12 Wochen und die Wanderung der Larven geht oft mit einer Abgeschlagenheit, einem Krankheitsgefühl und Fieber einher. Der Befall führt dann zu einer Entzündung der Gallengänge. Eine Behandlung mit Medikamenten ist möglich. Zum Schutz sollte Salat immer gut gewaschen werden.
Filariose: Eine parasitäre Erkrankung durch einen fadenförmigen und etwa 10cm langen Rundwurm (Brugia oder Wuchereria). Übertragen werden die Parasiten durch Mücken, welche in den Lymphgefäßen des Menschen anschliessend auf ihre ganze Größe von etwa 10cm heranwachsen. Oft kommt es nur zu einer leichten Infektion, die symptomlos verläuft. Chronische Entzündungen der Lymphgefäße können zu Stauungen der Lymphflüssigkeit mit unförmigen Verdickungen der Gliedmaßen oder Veränderungen der Lungen führen. Zum Schutz sollte stets auf einen guten Mückenschutz geachtet werden.
Fleckfieber/Flecktyphus: Eine bakterielle Erkrankung durch Rickettsien, welche in die Zellen eindringen und sich dort vermehren können. Es tritt vornehmlich in Ländern mit geringem Hygienestandard, besonders in Kriegszeiten oder während Hungersnöten, auf. Übertragen werden sie durch Kleiderläuse. Die Inkubationszeit beträgt etwa 10 bis 14 Tage und die Symptome zeigen sich in Form eines Fieberanstieges innerhalb von 2 bis 3 Tagen auf eine Temperatur von 40° bis 40,5°C. Weiter kommt es dann zu einem Hautausschlag (Roseolen) und einer Schwellung der Milz. Etwa 20% der Erkrankten versterben durch eine Enzephalitis und/oder Herzversagen. Eine Erkrankung kann mit einem Antibiotikum behandelt werden. Wenn dabei nicht alle Rickettsien im Körper vernichtet wurden, kann es wiederholt zu einer Erkrankung kommen. Zum Schutz vor einer Infektion sollte auf eine gute Hygiene und auf saubere Unterkünfte geachtet werden. Läuse sollten aktiv bekämpft werden. Bei sehr hohem Risiko ist eine antibiotische Prophylaxe durchführbar.
Flussblindheit: Hervorgerufen durch den Fadenwurm ""Onchozerca volvulus", der v.a. in den tropischen Gebieten Afrikas, einigen Regionen Mittel- und Südamerikas und im Jemen verbreitet ist. Die Übertragung erfolgt durch Mücken. Erste Symptome zeigen sich erst nach 12 oder mehr Monaten beispielsweise als Hautveränderung. Wenn die Larven ins Auge gelangen, kann dieses zu hartnäckigen Entzündungen der Hornhaut oder des Sehnerven führen. Nicht selten führt dieses zur vollständigen Erblindung der Patienten. Zur Vorbeugung sollte man in Risikogebieten stets auf einen sehr guten Insektenschutz achten.
Fünftagefieber: Eine durch Läuse übertragene Erkrankung, die mit plötzlichem Einsetzen von Kopfschmerz beginnt. Es kommt zu Muskel- und Gliederschmerzen mit Rückfallepisoden nach einer Inkubationszeit von 10-30 Tagen. Kontinuierliches Fieber über 5-7 Tage, 1-3 Tage Rekonvaleszenz, weitere Fieberepisode über 4-5 Tage. Diese Zyklen können bis zu 10 Jahre andauern. Eine antibiotische Behandlung ist möglich.
Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME: Eine Viruserkrankung die durch Zecken übertragen wird. Die Inkubationszeit liegt bei etwa 7 bis 14 Tagen in dessen Folge es dann zu Fieber und grippeähnlichem Krankheitsbild kommt. Im weiteren Verlauf kann es zu einer Hirn- und Hirnhautentzündung kommen, welche zu einem Koma oder gar zum Tode führen kann. Behandelt heilt die Erkrankung meißt völlig aus. Zur Vorbeugung einer Erkrankung sollte man auf einen guten Schutz vor Zeckenstichen achten und ggf. eine Impfung mit dem Arzt in Betracht ziehen.
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G
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Gasbrand: Infektion einer Wunde durch den bakterielle Erreger Clostridium perfringens. Der Erreger kommt weltweit vor und vermehrt sich unter sauerstoffarmen Bedingungen, z.B. durch verringerte Blutzufuhr im Wundgebiert oder durch Abdeckung. Die Muskeln im Bereich der Wunde schwellen an, es kommt zu einem Ödem und zu charakteristischen Lufteinschlüssen, die bei Berührung knistern. Es entstehen Flüssigkeitseinschlüsse, die süsslich riechen. Bei fortgeschrittener Erkrankung kommt es zu Fieber, Erbrechen, Kreislaufversagen. Kontaminierte Wunden müssen chirurgisch gereinigt und ausgeräumt werden, zusätzlich erfolgt die Gabe von Antibiotika.
Gelbfieber: Eine Viruserkrankung durch das "Flavivirus febricis", welches durch tag- und nachtaktive Mücken übertragen wird. Die Inkubationszeit beträgt etwa 3 bis 6 Tage und dann tritt hohes Fieber, Gelenkschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, sowie eine Bindehautentzündung auf. Im weiteren Verlauf kommt es zu Schädigungen der Leber und der Nieren, sowie zu Blutungen. Zur Vorbeugung sollte man auf einen sehr guten Mückenschutz achten und eine Impfung mit dem Arzt in Betracht ziehen. Einige Regionen verlangen bei der Einreise eine Gelbfieberimpfung. Gelbfieber findet sich in Mittel- und Südamerika, sowie in Afrika. Asien und Australien sind frei von Gelbfieber.
Giardiasis: Die Erkrankung durch den Einzeller "Giardia lamblia" ist eine der häufigsten Durchfallerkrankungen bei Reisenden. Übertragen werden sie durch verunreinigte Lebensmittel und Getränke. Die Inkubationszeit beträgt etwa eine bis zwei Wochen und es kommt in der Folge zu einem Wechsel von Durchfällen und Verstopfung mit Übelkeit, Erbrechen und starken Blähungen. Auffällig ist dabei der auftretende schleimige und fettige Stuhl. Zur Vorbeugung sollte man auf eine gute Hygiene achten.
Gonorrhö: Die auch als Tripper bekannte, bakterielle Geschlechtskrankheit ist weltweit verbreitet und wird durch Sexualkontakte übertragen. Nach einer Inkubationszeit von einem bis 12 Tagen kommt es zu einem brennenden Schmerz beim Urinlassen und einem eitrigen Ausfluss aus der Harnröhre. Bei Frauen kann es zu einer Entzündung der Gebärmutter, den Eileitern und der Eierstöcke kommen. Eine Behandlung mit Antibiotika ist möglich. Zur Vorbeugung sollten ungeschützte Sexualkontakte gemieden werden.
Grippe: Eine Viruserkrankung, die weltweit verbreitet ist und die durch Tröpfchen übertragen werden kann. Der Inkubationszeit von einem bis 5 Tagen folgt plötzliches hohes Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gliederschmerzen mit einem Gefühl der Abgeschlagenheit. Oft kommt es in der Folge zu einer Bronchitis. Besonders bei älteren Menschen besteht die Gefahr einer Lungen- oder Herzmuskelentzündung, sowie einer Meningoenzephalitis. Zum Schutz kann eine Impfung erfolgen.
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H
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Hakenwurm: Infektionen durch Hakenwürmer sind in Indien, Südostasien und Zentralafrika am häufigsten, aber auch in Nordafrika, dem Süden der USA und in Südosteuropa sind sie nicht selten. Die Larven der Würmer leben im Boden und können bei direktem Kontakt die Haut vom Menschen durchdringen. Sie gelangen so in die Lunge und weiterführend in den Dünndarm, in dem sie in etwa 6 bis 8 Wochen heranwachsen. Im Verlauf der Infektion kann es zu Anämie und einem Eiweißmangel kommen. Eine Behandlung mit Medikamenten ist möglich. Zum Schutz sollte man nicht barfuß laufen und sich nicht ohne Tuch/Handtuch auf den Boden legen.
Hantavirus: Eine Virusinfektion, die durch Ratten und Mäuse oder deren Exkremente auf den Menschen übertragen werden kann. Es gibt verschiedene Untergruppen des Hantavirus und sie kommen weltweit vor. Die Inkubationszeit beträgt etwa 12 bis 16 Tage. Es kommt je nach Typ zu anfänglichem Fieber, Schwindelgefühl, Kopf- und Rückenschmerzen. Im weiteren Verlauf kann es dann zu Blutungen, Nierenversagen und Kreislaufversagen kommen. Die Patienten brauchen meißt eine intensivmedizinische Betreuung. Zum Schutz sollte der Kontakt zu den Nagetieren, deren Ausscheidungen und durch deren Ausscheidungen verunreinigtes Wasser, gemieden werden.
Hendravirus: Das Hendravirus (gehört zum _Henipavirus_, aus der Familie der _Paramyxoviridae_) befällt Pferde und Menschen. Erstmals wurde es im Jahr 1994 im Gebiet Hendra (Brisbane) in Australien entdeckt. Bis heute ist das Virus nicht vollständig entschlüsselt worden von der Wissenschaft. Seit 1994 ab es wiederholt Ausbrüche der Krankheit, bei dem bis 2008 6 Menschen infiziert wurden, von denen drei der Erkrankung erlagen. Bei Pferden verläuft die Infektion zu etwa 70% tödlich. Verbreitet wird das Virus durch Fledermäuse, vermutlich durch deren Urin, Kot und Speichel. Menschen infizierten sich bisher stets durch sehr engen Kontakt zu erkrankten Pferden. Vermutlich durch direkten Kontakt zu deren Blut, Körperflüssigkeiten und/oder Ausscheidungen. Eine Übertragung von Mensch-zu-Mensch oder von Pferd-zu-Pferd wurde bisher nicht festgestellt. Die Infektion hat eine Inkubationszeit von etwa 5 bis 14 Tagen. Es kommt dann zu einem Befall der Atemwege und der Lunge, mit grippeähnlichen Symptomen. Wiederholt wurde nachfolgend eine Mitbeteiligung des Gehirns beobachtet mit Symptomen wie bei einer Enzephalitis, mit Kopfschmerz, hohem Fieber, Benommenheit, bis hin zu einem Koma. Bisher gibt es keine Schutzimpfung.
Hepatitis A: Eine Virusinfektion der Leber, die weltweit verbreitet ist. Übertragen werden kann sie durch engen Personenkontakt und durch verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel. Besonders Salate und Meeresfrüchte bergen ein hohes Risiko. Die Inkubationszeit beträgt etwa 14 bis 45 Tage. Anfänglich finden sich Appetitlosigkeit, Übelkeit, Abgeschlagenheit und teilweise auch Fieber. Nachfolgend färbt sich der Urin dunkel, der Stuhl wird hell und es zeigt sich eine Gelbsucht. Im Kindesalter verläuft die Infektion oft völlig ohne Beschwerden. Mit zunehmendem Alter sind die Symptome bedeutend ausgeprägter. Die Erkrankung kann mehrere Wochen andauern. Zum Schutz sollte man stets auf eine gute Hygiene achten und ggf. mit dem Arzt eine Schutzimpfung in Betracht ziehen.
Hepatitis B: Eine Virusinfektion der Leber, die weltweit verbreitet ist. Das Virus kann durch den Kontakt von Körperflüssigkeiten (besonders durch Blut und Sperma) übertragen werden. Auch unsterile Nadel, Spritzen oder andere chirurgische Instrumente bergen ein hohes Infektionsrisiko. Die Inkubationszeit beträgt zwischen 2 Wochen und einem halben Jahr. Die Erkrankung beginnt mit Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Fieber. Nach wenigen Tagen verfärbt sich der Urin dunkel, der Stuhl wird hell und es zeigt sich eine Gelbsucht. Bei bis zu 10% der Erkrankten entwickelt sich eine chronische Hepatitis mit stetig fortschreitender Schädigung der Leber. Zum Schutz vor einer Infektion sollten insbesondere ungeschützte Sexualkontake unterbleiben und ggf. mit dem Arzt eine Schutzimpfung in Betracht gezogen werden.
Hepatitis D: Eine Viruserkrankung, die nur in Gegenwart von Hepatitis B-Viren zu einer Infektion führen kann. Hepatitis D-Viren sind weltweit verbreitet und treten relativ häufig in Süd- und Osteuropa, den Ländern am Nil und in Südamerika auf. Meißt entwickelt sich eine solche Infektion zu einer chronischen Hepatitis. Zum Schutz kann eine Impfung gegen Hepatitis B in Betracht gezogen werden.
Hepatitis E: Eine Viruserkrankung, die vorwiegend in den Tropen und Subtropen zu finden ist und die am häufigsten in Indien, Nordafrika und Mexico auftritt. Die Erreger werden ähnlich wie bei der Hepatitis A durch verunreinigte Speisen und Getränke übertragen. Im Durchschnitt beträgt die Inkubationszeit etwa 45 Tage und dann kommt es meißt zu einer akuten Erkrankung, die mit einer Gelbsucht einhergeht. Schwangere sind im letzten Dritten der Schwangerschaft besonders gefährdet, da bei ihnen eine Infektion mit dem Hep-E-Virus in 20% der Fälle tödlich verläuft. Zum Schutz sollte auf eine sehr gute Hygiene bei Nahrungsmitteln und Getränken geachtet werden. Auch häufiges und gründliches Händewaschen ist anzuraten.
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I
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Influenza: Eine Viruserkrankung, die weltweit verbreitet ist und die durch Tröpfchen übertragen werden kann. Der Inkubationszeit von einem bis 5 Tagen folgt plötzliches hohes Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gliederschmerzen mit einem Gefühl der Abgeschlagenheit. Oft kommt es in der Folge zu einer Bronchitis. Besonders bei älteren Menschen besteht die Gefahr einer Lungen- oder Herzmuskelentzündung, sowie einer Meningoenzephalitis. Zum Schutz kann eine Impfung erfolgen.
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J
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Japanische Enzephalitis: Eine Viruserkrankung, die in Asien vorkommt und durch nachtaktive Mücken auf den Menschen übertragen werden kann. Nach einer Inkubationszeit von 5 bis 16 Tagen kann es zu einer schweren Hirn- und Hirnhautentzündung kommen. Es beginnt mit Fieber und Kopfschmerzen und kann bis zu Lähmungen und zum Koma führen. 20% bis 50% der Erkrankten versterben und bei den Überlebenden zeigen sich bei bis zu 70% der Personen Folgeschäden wie Lähmungen oder psychische Störungen. Zur Vorbeugung sollte stets auf einen guten Schutz vor Mücken (Kleidung, Repellents, Moskitonetz,...) geachtet werden und ggf. kann mit dem Arzt eine Schutzimpfung in Betracht gezogen werden.
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K
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Kalifornische Enzephalitis: Eine Viruserkrankung, die auch als "La Crosse Enzephalitis" bekannt ist. Sie wird durch Mücken übertragen und findet sich am häufigsten im Sommer und Frühherbst in den Tälern des oberen Mississippi und den Tälern Ohios in den USA. Kinder unter 15 Jahren sind am häufigsten betroffen. Die Inkubationszeit beträgt 3 bis 7 Tage mit anfänglichen Kopf- und Gliederschmerzen, einer Halsentzündung, Nackensteifigkeit und Übelkeit mit Erbrechen. Im weiteren Verlauf kann es zu Krampfanfällen, Lähmungen, Lethargie und bis zum Koma kommen. Etwa 1% der Erkrankungen enden tödlich. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte man stets auf einen guten Mückenschutz (Kleidung, Repellents,...) achten.
Keuchhusten: Eine bakterielle Erkrankung, die weltweit verbreitet ist. Sie kann durch Tröpfchen sehr leicht übertragen werden. Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 3 Wochen und die Erkrankung beginnt mit einem leichten und unspezifischen Husten, der sich im Verlauf der Erkrankung steigert und schliesslich durch heftige Hustenanfälle bis zum Erstickungstod führen kann. Eine Behandlung mit Medikamenten ist möglich. Generell sollten alle Kinder gegen Keuchhusten geimpft werden und im Alter von 11 bis 18 Jahren sollte eine Auffrischung erfolgen.
Kinderlähmung: Eine Viruserkrankung, die durch fäkale Schmierinfektionen übertragen werden kann. Die Inkubationszeit beträgt 7 bis 14 Tage und anfänglich zeigen sich oft Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, sowie Störungen der Verdauung. Die Viren können über die Blutbahn ins Nervengewebe gelangen, was zu Lähmungen führen kann, die ein Leben lang bestehen bleiben können. Zum Schutz sollte man auf eine gute Hygiene achten und sich impfen lassen.
Krim Kongo Hämorrhagisches Fieber: Eine Viruserkrankung, die besonders in den Savannen Afrikas, im Mittleren Osten, im Westen Chinas und in der Schwarzmeerregion auftritt. Die Übertragung vom Tier auf den Menschen erfolgt durch Zeckenstiche. Die Inkubationszeit beträgt meißt 2 bis 12 Tage und die Erkrankung beginnt mit akutem Fieber und Kopf- und Gliederschmerzen. Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen können auch auftreten. Nach wenigen Tagen der vorübergehenden Besserung tritt eine erhöhte Blutungsneigung auf. Dieses äußert sich in Nasenbluten, Husten und Erbrechen mit Blut, sowie Blutbeimengungen im Urin. Es gibt keine spezifische Behandlung, daher sollte stets auf einen guten Schutz vor Zeckenstichen (Kleidung, Repellents,...) geachtet werden.
Kryptosporidiose: Eine durch einen Einzeller hervorgerufene Erkrankung, die weltweit vorkommt. Die Übertragung erfolgt meißt durch verunreinigtes Trinkwasser, kann aber auch durch direkten Kontakt zu infizierten Personen und Tieren erfolgen. Die Inkubationszeit beträgt etwa eine Woche und es kommt zu wässrigen Durchfällen, Bauchkrämpfen, starken Blähungen, Übelkeit, Erbrechen und teilweise auch zu Fieber und Gelenkschmerzen. Die Symptome können monatelang anhalten. Eine Behandlung ist nur begrenzt möglich. Zum Schutz sollte man stets auf eine gute Hygiene achten und nur abgekochtes oder gefiltertes Wasser nutzen. Eine chemische Wasserdesinfektion oder der Einsatz von Chlor ist bei diesen Einzellern unwirksam.
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L
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Lassa Fieber: Eine virale Erkrankung, die in erster Linie durch den Urin einer bestimmten afrikanischen Rattenart verbreitet wird. Die Übertragung von Mensch zu Mensch erfolgt meißt durch den Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder Kontakt zu Ausscheidungen von erkrankten Personen. Die Inkubationszeit beträgt meißt 3 bis 16 Tage und die Erkrankung beginnt schleichend und mit unspezifischen Symptomen wie Gliederschmerzen, Brustschmerz, Halsentzündung, Fieber, Husten, Erbrechen und/oder Durchfällen. Es kommt anschliessend zu Blutungen, Krämpfen und Ödemen, bis hin zu neurologischen Ausfällen und zum Schock. Bis zu 15% der erkrankten Personen versterben. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte man auf eine gute Sauberkeit der Unterkünfte achten, eine gute Nahrungsmittel- und Trinkwasserhygiene einhalten und den Kontakt zu erkrankten Personen meiden.
Legionellose: Die auch als Legionärskrankheit benannte, bakterielle Erkrankung tritt weltweit auf. Die Erreger können durch Klimaanlagen oder Duschanlagen verbreitet werden. Die Infektion erfolgt durch das Einatmen von kontaminiertem Wassernebel. Die Inkubationszeit beträgt bis zu einer Woche und die Erkrankung kann von leichten Grippesymptomen bis zum schweren Krankheitsbild mit Lungenentzündung führen. Es kann dabei zu Komplikationen mit starken Durchfällen, Benommenheit bis hin zum Delirium, dem Zerfall der roten Blutzellen und/oder Herzmuskelentzündungen kommen. Die Erkrankung kann mit Medikamenten effektiv behandelt werden.
Leishmaniose: Eine Erkrankung durch Parasiten, die durch Sandmücken übertragen werden kann. Die Inkubationszeit beträgt meißt 2 bis 4 Monate, kann aber auch bis zu 2 Jahre andauern. Die Parasiten befallen dabei die Zellen des Immunsystems. Bei einem Hautbefall entwickelt sich nach etwa einer Woche ein Geschwür (Orientbeule genannt), welches oft erst nach Monaten mit einer Narbenbildung abheilt. Bei einer allgemeinen Infektion kommt es zu einer Vergrößerung der Leber und Milz, es kommt zur Schwellung der Lymphknoten und zur Schädigung des Knochenmarks. Daraus entwickelt sich das scherwiegende Krankheitsbild "Kala Azar", welches unbehandelt meißt tödlich verläuft. Zur Vorbeugung sollte man stets auf einen guten Schutz vor Mücken (Kleidung, Repellents,...) achten.
Lepra: Eine chronisch bakterielle Erkrankung, die in der Regel nur durch engen und andauernden Kontakt zu infizierten Personen übertragen wird. Über den Kontakt zum Nasensekret einer infizierten Person kann es gleichsam zu einer Übertragung der Erkrankung kommen. Die Inkubationszeit kann Monate bis Jahre andauern. Meißt sind dann die Haut, die Nerven und die Schleimhäute der oberen Luftwege befallen. Durch den Verlußt des Schmerzempfindens, den Befall von Knorpel- und Knochengewebe und die zusätzlichen, infizierten Wunden im Verlauf der Erkrankung, kommt es zu den typischen Verstümmelungen der Gliedmaßen und im Gesicht. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte der enge und andauernde Kontakt zu infizierten Personen gemieden werden. Für einen Urlaubsreisenden stellt diese Erkrankung grundlegend kein Risiko dar.
Leptospirose: Eine bakterielle Erkrankung, die durch Ausscheidungen von Nagetieren übertragen werden kann. Eine Infektion durch den Kontakt einer Hautwunde mit kontaminiertem Wasser oder Erdreich ist auch möglich. Die Inkubationszeit beträgt in der Regel 1 bis 2 Wochen und die Erkrankung beginnt dann schlagartig mit hohem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und einer Bindehautentzündung. Nach einer vorübergehenden Besserung kann es in der zweiten Woche zu einer Beteiligung innerer Organe in Form einer Entzündung der Leber, einer Hirnhautentzündung oder einem Nierenversagen kommen. Zur Vorbeugung sollte stets auf eine gute Hygiene geachtet werden und der direkte oder indirekte Kontakt zu Nagetieren sollte gemieden werden.
Listeriose: Eine Erkrankung durch Bakterien, welche im Erdreich leben und die durch verunreinigte Futtermittel von Tieren aufgenommen werden können. Sie können durch den Stuhl wieder ausgeschieden und so weiterverbreitet werden. Durch kontaminierte Lebensmittel (Frischkäse, unpasteurisierte Milch,...) kann es bei einer Inkubationszeit von etwa 7 bis 30 Tagen zu einem symptomlosen bis leichten Infekt, aber bei Schwangeren, Neugeborenen und immunschwachen Personen zu schweren Krankheitsverläufen kommen. Die Symptome reichen von Fieber, Halsentzündungen und Lymphknotenschwellungen bis hin zu einer Sepsis, einer Entzündung des Herzen und der Herzklappen und einer Entzündung des Gehirns führen. Die Erkrankung kann mit Medikamenten behandelt werden. Zur Vorbeugung sollte man eine besondere Vorsicht beim Genuss von unpasteurisierter Milch und unbehandeltem Frischkäse walten lassen.
Loasis: Eine Erkrankung durch den Befall eines fadenförmigen Wurmes, der in den zentral- und westafrikanischen Regenwaldgebieten vorkommt und dessen Larven durch Bremsen auf den Menschen übertragen werden können. Die Inkubationszeit beträgt von 2 Monaten bis zu mehreren Jahren. Der ausgewachsene Wurm lebt dann im Unterhaut-Fettgewebe und wandert frei durch das Gewebe, wobei er etwa 1cm pro Minute zurücklegen kann. Dieses Wandern kann zu Schwellungen der Haut, lokalen Schmerzen und Juckreiz führen. Häufig sind auch allergische Reaktionen. Eine Behandlung mit Medikamenten ist möglich. Zum Schutz sollte man Insektenstiche durch angemessene Kleidung und den Einsatz von Repellents, vermeiden.
Lues: Eine bakterielle Erkrankung, welche durch sexuellen Kontakt übertragen wird. Lues wird auch als Syphilis benannt. Nach einer Inkubationszeit von etwa 3 Wochen kommt es an der Haupteintrittspforte der Bakterien zu einem schmerzlosen Geschwür, das wieder abheilt. Anschliessend kommt es zu unterschiedlichen Krankheitsschüben über Monate und Jahre, welche letztendlich zu einem Gewebszerfall verschiedener Organe führen kann. Eine medikamentöse Behandlung ist möglich. Die Zahl der Erkrankten nimmt weltweit zu. Der beste Schutz ist der Gebrauch von Kondomen.
Lyme Krankheit: Eine bakterielle Erkrankung, die durch Zecken übertragen wird. Die Inkubationszeit beträgt 3 Tage bis einen Monat. Schon nach dem Zeckenstich kann es zu einer Hautrötung an der Einstichstelle kommen, die schmerzlos ist und sich ringförmig ausbreitet. Später können Gelenkschmerzen, eine Herzmuskelentzündung und Lähmungen auftreten. Wenn die Erkrankung früh diagnostiziert wird, sind die Heilungschancen mit einer antibiotischen Behandlung gut. Zum Schutz sollte man in Wäldern festes Schuhwerk, lange Hosen und langärmlige Kleidung tragen. Entgegen der allgemeinen Annahme lassen sich Zecken nicht auf den Menschen herabfallen, sondern sie klettern an uns hoch. Die Verwendung von zeckenwirksamen Repellentien ist sinnvoll. Nach dem Aufenthalt im Freien sollte der Körper auf Zecken abgesucht werden und evtl. vorhandene Zecken sollten Vorsichtig und gemäß Anweisung mit einer Zeckenzange schonend und ohne quetschen entfernt werden.
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M
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Malaria: Eine Erkrankung durch Parasiten, die durch eine dämmerungs- und nachtaktive Mücke auf den Menschen übertragen werden kann. Es gibt vier unterschiedliche Erreger der Malaria, welche beim Menschen zu einer Erkrankung führen können. Die Inkubationszeit beträgt je nach Erreger zwischen 7 Tagen bis hin zu mehreren Monaten. Die Krankheit geht üblicherweise mit Fieber einher und kann je nach Malariaform von Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen, bis hin zu einem Organversagen und Koma, unbehandelt gar bis zum Tode führen. Zur Vorbeugung einer Infektion sollte ein konsequenter Schutz vor Mücken (durch angemessene, hautbedeckende Kleidung, Repellents, Moskitonetze,...) erfolgen. Bei geplanten Aufenthalten in Risikogebieten kann nach Absprache mit einem Arzt auch eine medikamentöse Prophylaxe erfolgen. Einen 100%-igen Schutz gibt es nicht! Vor einer Reise in ein Malariagebiet sollten Sie immer eine fachärztliche Beratung in Anspruch nehmen.
Marburg-Virus: Die Infektion mit dem Marburg-Virus aus der Klasse der Arena-/ Flavoviren führt zu einer akuten hämorrhagischen Fiebererkrankung. 1967 waren erstmals Laborangestellte aus Marburg, Frankfurt und Belgrad infiziert. Primaten in Afrika dienen als Erregerreservoir, ohne selbst zu erkranken. Eine Infektion führt nach 3-9 tägiger Inkubationszeit zu Schäden an fast allen Organen und beginnt mit Kopfschmerz, Erbrechen und bis zu 40°C Fieber. Es kommt zu Ausschlägen, Lethargie, sowie Blutungen aus Darm, Genitaltrakt und Augen. Insgesamt beträgt die Sterblichkeit bis zu 25%.
Marseilles Fieber: Eine bakterielle Erkrankung, die auch unter "Afrikanischem Zeckentyphus" oder "Mediterranem Fleckfieber" bekannt ist. Sie tritt vor allem im Bereich der Mittelmeerländer, Afrika, Indien und um das Schwarzmeer und das Kaspische Meer auf. Die durch Zecken übertragenen Erreger können in Zellen eindringen und sich dort vermehren. Nach einer Inkubationszeit von 5 bis 7 Tagen zeigt sich bei dem Großteil der infizierten Personen ein kleines Geschwür an der Einstichstelle, welches einen schwärzlichen Grund mit rotem Rand aufweist. Die Lymphknoten im Bereich der Einstichstelle können angeschwollen sein. Im Verlauf der Erkrankung zeigen sich Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und teilweise kommt es zu Übelkeit und Erbrechen. Ein in der ersten Woche meißt auftretender Hautauschlag kann zu schweren Gefäßschäden bis hin zu Schädigungen der inneren Organe führen. Eine medikamentöse Behandlung ist möglich. Zur Vorbeugung einer Infektion sollte auf einen guten Schutz vor Zeckenstichen (Kleidung, Repellents,...) geachtet werden.
Melioidose: Eine bakterielle Erkrankung, die am häufigsten in Südostasien vorkommt. Der Erreger kann durch den Kot infizierter Tiere ins Wasser gelangen und so durch Wunden oder Hautläsionen in den menschlichen Körper gelangen. Auch das Verschlucken oder Einatmen von Erregern kann zur Erkrankung führen. Die sehr variable Inkubationszeit kann Tage bis Jahre andauern. Es kommt im Rahmen der Erkrankung zur Bildung von eitrigen Abszessen, die sich in jedem Organ bilden können. Eine Behandlung mit Medikamenten ist möglich. Zum Schutz vor einer Infektion sollte man nicht durch schlammiges Wasser oder Reisfelder waten.
Meningokokken Meningitis: Eine durch Bakterien hervorgerufene, eitrige Form der Hirnhautentzündung, welche durch Tröpfcheninfektionen übertragen werden kann. Die Inkubationszeit beträgt etwa 2 bis 10 Tage und die Erkrankung beginnt schlagartig mit starken Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen, einer Nackensteifigkeit und Lichtscheu. Bei einem schweren Krankheitsverlauf kann es zu inneren Blutungen, Koma und Schocksymptomatiken kommen. Es gibt eine Schutzimpfung.
Milzbrand: Eine bakterielle Erkrankung die weltweit verbreitet ist. Eine Übertragung der Erkrankung kann durch den Kontakt zu infizierten Personen oder infizierten Tieren erfolgen. Es kann durch direkten Hautkontakt, durch das Einatmen von Erregersporen oder durch die Nahrungsaufnahme zu einer Erkrankung kommen. Die Inkubationszeit beträgt etwa 2 bis 5 Tage. Auf der Haut bilden sich juckende Knötchen, auf denen sich dann eine Blase bildet. Aus diesen kann sich ein Geschwür mit einem dunklen Grund bilden. Von dort kann der Erreger sich weiter in den Organismus ausbreiten und es kann in der Folge zu einem Kreislaufversagen und zum Tode führen. Beim Verzehr von infiziertem Fleisch kann ein Befall des Dünndarms zu schweren Darmblutungen und zum Tode führen. Das Einatmen der Sporen birgt die Gefahr eines Lungenmilzbrandes, welcher meißt tödlich endet. Eine rechtzeitig erkannte Erkrankung kann mit einem Antibiotikum behandelt werden. Zum Schutz sollte man sich von infizierten Tieren fernhalten und auf eine sehr gute Hygiene im Umgang mit Fleisch und Fleischprodukten achten. Es gibt einen Impfstoff zum Schutz für Menschen und Tiere.
Murines Fleckfieber: Eine bakterielle Erkrankung, die meißt in tropischen und subtropischen Hafenstädten anzutreffen ist. Sie ist auch unter "endemisches Fleckfieber", "Rattenfleckfieber", "endemischer Typhus" oder "Typhus murinus" bekannt. Die Übertragung erfolgt durch Ratten- und Mäuseflöhe. Nach der Inkubationszeit von 8 bis 12 Tagen kommt es zu hohem Fieber und zu starken Kopfschmerzen. Über die Hälfte der erkrankten Personen entwickelt einen fleckförmigen Hautausschlag. Eine medikamentöse Behandlung ist möglich. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte stets auf eine gute Hygiene und Sauberkeit geachtet werden.
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Nipah-Virus: Eine Viruserkrankung, welche bis vor kurzem noch unbekannt war. Die Übertragung erfolgt in erster Linie über den Kontakt zu infizierten Tieren (Hunde, Katzen, Fledermäuse, Schweine) und Menschen. Die Inkubationszeit beträgt zwischen wenigen Tagen bis zu 2 Wochen. Anfänglich zeigen sich dann Fieber, Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Bewußtseinstrübung. Im weiteren Verlauf können von neurologische Zeichen wie dem Fehlen von Muskel- und Pupillenreflexen, bis hin zu Krampfanfälle und auch Lähmungen auftreten. Die schwerwiegendste Erkrankungsform kann zu einer Entzündung des Gehirns führen. Eine medikamentöse Behandlung kann den Verlauf der Erkrankung günstig beeinflussen. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte der direkte Kontakt zu lebenden oder frisch geschlachteten Tieren gemieden werden.
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O'Nyong-Nyong-Virus: Diese Viruserkrankung findet sich im gesamten tropischen Afrika und wird durch eine dämmerungs- und nachtaktive Mücke übertragen. Die Inkubationszeit beträgt etwa 8 Tage und die Erkrankung führt erst zu Fieber, Muskelschmerzen und der Schwellung von Lymphknoten. Anschliessend entwickelt sich häufig ein Hautausschlag der Masern ähnelt und der nach kurzer Zeit wieder verblasst. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte stets ein guter Schutz vor Mücken (hautbedeckende Kleidung, Repellents, Moskitonetze,...) betrieben werden.
Onchozerkose: Hervorgerufen durch den Fadenwurm ""Onchozerca volvulus", der v.a. in den tropischen Gebieten Afrikas, einigen Regionen Mittel- und Südamerikas und im Jemen verbreitet ist. Die Übertragung erfolgt durch Mücken. Erste Symptome zeigen sich erst nach 12 oder mehr Monaten beispielsweise als Hautveränderung. Wenn die Larven ins Auge gelangen, kann dieses zu hartnäckigen Entzündungen der Hornhaut oder des Sehnerven führen. Nicht selten führt dieses zur vollständigen Erblindung der Patienten. Zur Vorbeugung sollte man in Risikogebieten stets auf einen sehr guten Insektenschutz achten.
Opisthorchiasis: Hierunter versteht man einen Befall durch den chinesischen Leberegel, der v.a. in China, Japan und Korea verbreitet ist. Durch den Verzehr von rohem Fisch können die Egel-Larven in den menschlichen Körper gelangen. Dort schlüpfen die Larven im Darm und wandern in die Leber. Die Inkubationszeit beträgt etwa 14 Tage und je nach Menge der Tiere kommt es dann zu einem Völlegefühl, Schmerzen im Oberbauch, einer Leberschwellung und zu einer Gelbsucht. Bei starkem Befall kann es auch zu blutigen und heftigen Durchfällen kommen. Es gibt eine sehr gute medikamentöse Behandlung gegen den Befall. Aus Vorsicht sollte man auf rohen oder nicht vollständig durchgegarten Fisch verzichten.
Orientbeule: Eine Erkrankung durch Parasiten, die durch Sandmücken übertragen werden kann. Die Inkubationszeit beträgt meißt 2 bis 4 Monate, kann aber auch bis zu 2 Jahre andauern. Die Parasiten befallen dabei die Zellen des Immunsystems. Bei einem Hautbefall entwickelt sich nach etwa einer Woche ein Geschwür (Orientbeule genannt), welches oft erst nach Monaten mit einer Narbenbildung abheilt. Bei einer allgemeinen Infektion kommt es zu einer Vergrößerung der Leber und Milz, es kommt zur Schwellung der Lymphknoten und zur Schädigung des Knochenmarks. Daraus entwickelt sich das scherwiegende Krankheitsbild "Kala Azar", welches unbehandelt meißt tödlich verläuft. Zur Vorbeugung sollte man stets auf einen guten Schutz vor Mücken (Kleidung, Repellets,...) achten.
Ornithose: Eine bakterielle Erkrankung, die auch unter der Bezeichnung "Papageienkrankheit" bekannt ist. Sie ist weltweit verbreitet und wird durch den direkten Kontakt zu erkrankten Vögeln oder durch das Einatmen von kontaminiertem Staub, übertragen. Die Inkubationszeit beträgt 5 bis 15 Tage. Die Krankheitssymptome beginnen mit Fieber, Abgeschlagenheit und Hustenreiz. Im weiteren Verlauf kann es dann zu einer Lungenentzündung, einer Entzündung der Leber, zu neurologischen Symptomen und sogar zu einer Hirn- und Hirnhautentzündung kommen. Eine Behandlung mit Medikamenten ist möglich. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte der Kontakt zu Vögeln gemieden werden.
Oropouche Virus: Die Oropouche Virusinfektion ist eine durch Mücken übertragbare, fieberhafte, aber gutartige Allgemeininfektion. Die Krankheit beginnt nach 4- bis 8-tägiger Inkubationszeit mit Schüttelfrost. Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen und hohes Fieber sind häufig tagelang beobachtete Symptome. Gelegentlich werden auch ein flüchtiges Exanthem und Symptome einer aseptischen Meningitis beobachtet. Eine spezielle Prophylaxe gibt es nicht, daher sollten Reisende besonders im Amazonasgebiet Brasiliens, Perus und in der Südkaribik (Panama und Trinidad) auf einen stets sehr guten Schutz vor Mücken achten.
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Papageienkrankheit: Eine bakterielle Erkrankung, die weltweit verbreitet ist und wird durch den direkten Kontakt zu erkrankten Vögeln oder durch das Einatmen von kontaminiertem Staub, übertragen wird. Die Inkubationszeit beträgt 5 bis 15 Tage. Die Krankheitssymptome beginnen mit Fieber, Abgeschlagenheit und Hustenreiz. Im weiteren Verlauf kann es dann zu einer Lungenentzündung, einer Entzündung der Leber, zu neurologischen Symptomen und sogar zu einer Hirn- und Hirnhautentzündung kommen. Eine Behandlung mit Medikamenten ist möglich. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte der Kontakt zu Vögeln gemieden werden.
Pappataci-Fieber: Eine virale Erkrankung durch das Phlebovirus, welches v.a. durch die Sandfliege "Phlebotomus papatasi" übertragen wird. Nach einer Inkubationszeit von etwa 3 bis 6 Tagen kommt es zu einer akuten, aber gutartig verlaufenden Erkrankung mit plötzlichem Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, sowie Übelkeit und Erbrechen. Nach etwa 3 Tagen verschwinden die Symptome wieder. Eine Behandlung erfolgt symptomatisch. Zum Schutz sollte man einen guten Insektenschutz betreiben. Bei der Verwendung von Moskitonetzen muß darauf geachtet werden, dass die Maschengröße unter 0,89mm ist.
Paragonimiasis: Eine chronische Lungeninfektion durch einen Egel, v.a. im fernen Osten weit verbreitet, aber auch in Afrika vorkommend. Es kommt zu einer Bronchitis mit Blutauswurf sowie zu Luftnot. Es kommt zu Tbc-ähnlichen Verkalkungen. Infektionen des Darms und Gehirnes sind möglich. Antihelmintika sind zur Behandlung nötig, zur Prävention dient das genügende Kochen von Schalentieren, die die Infektionsquelle darstellen.
Paratyphus: Eine bakterielle, typhusähnliche Erkrankung, welche vor allem in Regionen mit niedrigem Hygienestandard vorkommt. Die Übertragung der Erreger erfolgt vor allem durch verunreinigtes Trinkwasser oder kontaminierte Nahrungsmittel. Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 3 Wochen. Anschliessend zeigen sich Fieber, Benommenheit und gelegentlich auch Darmblutungen. Oft werden jedoch nur unkomplizierte Magen-Darm-Beschwerden beobachtet. Eine medikamentöse Behandlung ist möglich. Zur Vorbeugung einer Erkrankung sollte man auf eine gute Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene achten.
Pest: Eine bakterielle Erkrankung, die durch Rattenflöhe übertragen wird und die sich in Beulen- und Lungenpest unterscheidet. Nach einer Inkubationszeit von 1 bis 7 Tagen kommt es zu hohem Fieber, Schüttelfrost und einer schmerzhaften Schwellung der Lymphknoten. Bei der Lungenpest kommt ein Husten und Atemnot hinzu. Während die Beulenpest spontan ausheilen kann, führt die Lungenpest fast immer zum Tode. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte man den Kontakt zu Ratten meiden und einen guten Insektenschutz betreiben.
Poliomyelitis: Eine Viruserkrankung, die durch fäkale Schmierinfektionen übertragen werden kann. Die Inkubationszeit beträgt 7 bis 14 Tage und anfänglich zeigen sich oft Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, sowie Störungen der Verdauung. Die Viren können über die Blutbahn ins Nervengewebe gelangen, was zu Lähmungen führen kann, die ein Leben lang bestehen bleiben können. Zum Schutz sollte man auf eine gute Hygiene achten und sich impfen lassen.
Psittakose: Eine bakterielle Erkrankung, die auch unter der Bezeichnung "Papageienkrankheit" bekannt ist. Sie ist weltweit verbreitet und wird durch den direkten Kontakt zu erkrankten Vögeln oder durch das Einatmen von kontaminiertem Staub, übertragen. Die Inkubationszeit beträgt 5 bis 15 Tage. Die Krankheitssymptome beginnen mit Fieber, Abgeschlagenheit und Hustenreiz. Im weiteren Verlauf kann es dann zu einer Lungenentzündung, einer Entzündung der Leber, zu neurologischen Symptomen und sogar zu einer Hirn- und Hirnhautentzündung kommen. Eine Behandlung mit Medikamenten ist möglich. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte der Kontakt zu Vögeln gemieden werden.
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Q-Fieber: Eine hochinfektiöse bakterielle Erkrankung, die weltweit verbreitet ist. Übertragen wird sie v.a. durch den Kontakt zu infizierten Rindern und Schafen, aber auch durch das Einatmen von erregerhaltigem Staub. Es kommt nach einer Inkubationszeit von etwa 3 Wochen zu hohem Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, sowie einem Appetitverlußt. Später kann eine Lungenentzündung oder gar eine Gelbsucht auftreten. Eine Behandlung mit Antibiotika ist möglich. Zum Schutz sollte man den Kontakt zu infizierten Tieren und infiziertem Fleisch meiden und darauf achten, dass Milch und Milchprodukte pasteurisiert sind.
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Rabies: Die Rabiesviren sind der Erreger der Tollwut und sie können durch den Speichel infizierter Tiere auf den Menschen übertragen werden. Nach einer Inkubationszeit von Wochen bis Monaten können erste Symptome in Form von Schmerzen und Missempfindungen im Bereich der Bißstelle auftreten. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es dann zu Krämpfen der Schlund-, Kehlkopf- und Atemmuskulatur, einem Erstickungsgefühl und zu Erregungszuständen. Die Krämpfe und Lähmungen der Atem- und Herzmuskulatur führen meißt innerhalb von zwei Wochen zum Tode. Die Tollwut ist weltweit verbreitet. Sollte es im Rahmen einer Reise zu einer Bißverletzung kommen, sollte dringendst und unverzüglich ein Arzt konsultiert werden. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte der Kontakt zu Tieren gemieden werden und bei erhöhter Gefahr kann mit einem Arzt eine Schutzimpfung in Betracht gezogen werden.
Rattenfleckfieber: Eine bakterielle Erkrankung, die meißt in tropischen und subtropischen Hafenstädten anzutreffen ist. Sie ist auch unter "endemisches Fleckfieber", "endemischer Typhus" oder "Typhus murinus" bekannt. Die Übertragung erfolgt durch Ratten- und Mäuseflöhe. Nach der Inkubationszeit von 8 bis 12 Tagen kommt es zu hohem Fieber und zu starken Kopfschmerzen. Über die Hälfte der erkrankten Personen entwickelt einen fleckförmigen Hautausschlag. Eine medikamentöse Behandlung ist möglich. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte stets auf eine gute Hygiene und Sauberkeit geachtet werden.
Reisedurchfall: Hierbei handelt es sich meißt um bakterielle, seltener um virale oder durch Parasiten hervorgerufene, infektiöse Durchfälle. In der Regel verlaufen Reisedurchfälle unkompliziert und ohne Fieber oder Blut im Stuhl. Zum Schutz sollte nur abgekochtes oder industriell abgefülltes Wasser getrunken werden. Früchte sollte man vor dem Verzehr nur eigenhändig waschen und schälen. Auf rohe oder nicht vollständig durchgegarte Speisen sollte verzichtet werden, ebenso auf Cremes, Milchprodukte und Speiseeis. Vor dem Essen sollte man sich stets die Hände gründlich waschen und offen aushängende oder bereits benutzte Handtücher meiden.
Rift-Valley-Fieber: Eine Viruserkrankung, die südlich der Sahara auftritt. Häufig finden sich Infektionen bei Rindern und Schafen, aber eine Übertragung auf den Menschen ist über Mücken möglich. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 6 Tage und zunächst äußert sich die Erkrankung für 2 bis 5 Tage durch Fieber, Gliederschmerzen und eine allgemeine Abgeschlagenheit. Bei etwa einem Prozent der Erkrankten kommt es zu einer schweren Verlaufsform mit Gelbsucht und Blutungen. Im Augenbereich auftretende Blutungen können zur Erblindung führen. Zum Schutz vor einer Infektion sollte stets ein guter Schutz vor Mücken (hautbedeckende Kleidung, Repellents, Moskitonetze,...) durchgeführt werden.
Rocky-Mountain-Fleckfieber: Eine bakterielle Erkrankung, die in Brasilien, Nord- und Zentralamerika vorkommt. Übertragen wird sie durch den Stich von Zecken. Die Inkubationszeit beträgt 3 bis 14 Tage und die Erkrankung beginnt mit schnell ansteigendem und hohen Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit und Benommenheit. Nach der ersten 3 bis 5 Tagen zeigt sich bei über 90% der Erkrankten ein kleinfleckiger Hautausschlag. Bei schweren Krankheitsverläufen kann es zu Blutungen und Kreislaufversagen kommen. Unbehandelt führt die Erkrankung in etwa 20% der Fälle zum Tode. Auch nach überstandener Erkrankung sind neurologische Folgeschäden möglich. Bei einer frühzeitigen Behandlung besteht eine gute Prognose. Zur Vorbeugung einer Erkrankung sollte ein guter Schutz vor Zeckenstichen durchgeführt werden.
Ross-River-Infektion: Diese Virusinfektion tritt am häufigsten in Australien auf, sie wird aber auch auf vielen Inseln im Südpazifik angetroffen. Die Erreger befinden sich meißt in kleineren Säugetieren und werden durch Mücken auf den Menschen übertragen. Die Inkubationszeit beträgt 7 bis 9 Tage, wonach es schlagartig zu Gelenkschmerzen kommt, denen ein Hautausschlag, leichtes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, sowie ein allgemeines Krankheitsgefühl folgt. Besonders die Schmerzen in den Gelenken können über mehrere Monate anhalten. Im Allgemeinen liegt die Dauert eine Erkrankung meißt zwischen 2 und 4 Wochen. Zur Vorbeugung einer Erkrankung sollte man auf einen konsequenten Schutz vor Mücken (hautbedeckende Kleidung, Repellents, Moskitonetz,...) achten.
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Salmonellose: Eine weltweit verbreitete, bakterielle Erkrankung, die hauptsächlich durch Speisen übertragen wird, welche mit Salmonellen kontaminiert sind. Am häüfigsten finden sich Salmonellen an rohen oder unzureichend gekochten Eiern, Geflügelprodukten, Schweine- und Rindfleisch, sowie in Rohmilch. Die Inkubationszeit beträgt 12 bis 36 Stunden und die Erkrankung beginnt mit plötzlicher Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, wässrigen Durchfällen und Fieber. Sie dauert meißt nur wenige Tage. Komplikationen (Salmonellen-Sepsis, Nierenbeckenentzündungen,...) werden besonders bei Älteren und Personen mit vorgeschädigtem Darm beobachtet. Von den Erkrankten scheiden 1% der Erwachsenen und etwa 5% der Kinder die Erreger über eine längere Zeit weiterhin aus. Dieses stellt eine mögliche Infektionsquelle für andere Personen dar. Zur Vorbeugung einer Erkrankung sollte auf einen hygienischen Umgang mit Lebensmitteln geachtet werden.
Sandfloh: Der Sandfloh ist ein Parasit, der auf Warmblütern lebt und der bis zu 35cm hoch springen kann. Meißt bohrt sich der Sandfloh in die Haut der Füße und verursacht nach etwa 8 bis 12 Tagen einen stark juckenden Entzündungsherd mit dunklem Zentrum. Anschliessend gelangen die Eier des weiblichen Sandflohs durch die Haut zurück in den Boden und der Sandfloh selbst stirbt. Dieses führt dann zu einer ausgedehnten Entzündung. Zum Schutz vor einem Befall sollte auf geeignete Kleidung und Schuhwerk geachtet werden. Barfußlaufen sollte vermieden werden.
Sao-Paulo-Fieber: Eine bakterielle Erkrankung, die in Brasilien, Nord- und Zentralamerika vorkommt. Übertragen wird sie durch den Stich von Zecken. Die Inkubationszeit beträgt 3 bis 14 Tage und die Erkrankung beginnt mit schnell ansteigendem und hohen Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit und Benommenheit. Nach der ersten 3 bis 5 Tagen zeigt sich bei über 90% der Erkrankten ein kleinfleckiger Hautausschlag. Bei schweren Krankheitsverläufen kann es zu Blutungen und Kreislaufversagen kommen. Unbehandelt führt die Erkrankung in etwa 20% der Fälle zum Tode. Auch nach überstandener Erkrankung sind neurologische Folgeschäden möglich. Bei einer frühzeitigen Behandlung besteht eine gute Prognose. Zur Vorbeugung einer Erkrankung sollte ein guter Schutz vor Zeckenstichen durchgeführt werden.
SARS: Eine Virusinfektion, die durch Tröpfchen und Schmierinfektionen übertragen werden kann. SARS steht für Severe Acute Respiratory Syndrome - Schweres akutes Atemwegssyndrom. Die Inkubationszeit beträgt 2 bis 10 Tage. Es folgt plötzliches Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, sowie Beschwerden der Atemwege (Husten, Halsschmerzen und Kurzatmigkeit können auftreten). Weiterhin kann es zu Appetitlosigkeit, Übelkeit, Durchfällen, Hautauschlägen und Verwirrtheitszuständen kommen. Nach dem 7. Tag der Erkrankung lindern sich die Beschwerden. Bei schweren Krankheitsverläufen kann es zu einer Lungenentzündung und einer starken Atemeinschränkung kommen, welches tödlich verlaufen kann. Zur Vorbeugung einer Erkrankung sollte der Kontakt zu infizierten Personen gemieden und auf eine gute Handhygiene geachtet werden.
Schistosomiasis: Eine Erkrankung durch Parasiten (Schistosomen = Pärchenegel), die in den Tropen vorkommt. Die Parasiten leben in den Blutgefäßen des Darmes oder der Harnblase. Eine Ansteckung erfolgt durch den Kontakt im Süßwasser, in dem Zekarien vorkommen. Die Larven bohren sich durch die unverletzte Haut und gelangen so in die Leber und die Organe des Unterleibes. An der Eintrittstelle kann es vorübergehend zu einer Hautreizung kommen. Nach etwa 4 bis 6 Wochen kann ein allgemeines Krankheitsgefühl mit Fieber auftreten. Anschliessend treten Verdauungsprobleme und Blasenbeschwerden mit Blut im Urin oder im Stuhl auf. Das Baden in tropischen Binnengewässern sollte zum Schutz vor einer Erkrankung unterbleiben.
Schlafkrankheit: Eine durch Parasiten hervorgerufene Erkrankung, die durch den Stich der Tsetse-Fliege übertragen wird. Die Inkubationszeit beträgt je nach Erregertyp drei Tage bis zu mehreren Monaten. Als erstes Symptom können die Lymphknoten im Bereich der Stichstelle anschwellen. Im weiteren Verlauf kommt es dann zur Schwellung der Halslymphknoten, Fieber, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit. Im dritten Stadium entwickelt sich eine fortschreitende Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute. Zur Vorbeugung sollte ein guter Insektenschutz (Kleidung, Repellents, Moskitonetze,...) betrieben werden und bei unklaren Insektenstichen in den Risikogebieten Afrikas, sollte ggf. eine fachärztliche Untersuchung angestrebt werden.
Schlangenbiß: Giftschlangen stellen keine direkte Bedrohung für Reisende dar. Sie benutzen ihr Gift nur zur Verteidigung oder zum Töten von Beutetieren. Je nach Schlangenart, ihrem Gift und der verabreichten Giftmenge kann es zu unterschiedlichen Beschwerden (Hautreaktionen, Übelkeit, Erbrechen, Lähmungen, Bewußtseinsstörungen, Organschäden, Herzrhythmusstörungen,...) kommen. Zum Schutz sollte man festes und knöchelhohes Schuhwerk und lange Hosen tragen. Bei Begegnungen mit Schlangen sollte man schnelle Bewegungen vermeiden. Nirgendwo hingreifen oder hintreten, wo man nicht auch hinsehen kann. Sollte es zu einem Schlangebiß kommen, so ist die Hinzuziehung eines Arztes schnellstmöglich und "möglichst ruhig" zu organisieren. Die Bißstelle desinfizieren, ABER NICHT mit dem Mund aussaugen. Die gebissene Person sollte möglichst viel Flüssigkeit zu sich nehmen und sich nach Möglichkeit kaum bewegen.
Shigellose (Bakterienruhr): Eine bakterielle Erkrankung, die v.a. von Mensch zu Mensch über kontaminierte Hände und Nahrungsmittel übertragen wird, da die Ausscheidung des Erregers mit dem Stuhlgang erfolgt. Die Inkubationszeit beträgt ca. 1-2 Tage. Die Krankheit verläuft in zwei Stadien: Zunächst kommt es zu Fieber, Bauchschmerzen und Durchfälle. In der zweiten Phase werden die Durchfälle wässriger und es kann zu Blutbeimengungen kommen. Die Behandlung erfolgt durch ausreichenden Flüssigkeitsersatz. Zur Prophylaxe sollten Händedesinfektion und adäquate Abwasserbeseitigung erfolgen, orale Impfstoffe sind verfügbar.
Skorpionstich: Das Stechverhalten von Skorpionen dient normalerweise ihrer Verteidigung. In der Regel reicht die verabreichte Giftmenge nicht aus, um einen erwachsenen Menschen zu töten. Nach dem Stich kommt es an der Einstichstelle zu sehr starken Schmerzen, welche nach einigen Stunden wieder nachlassen. Kinder reagieren auf einen Skorpionstich deutlich empfindlicher und es kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfällen, Schweißausbrüchen und zu Muskelzittern kommen. Skorpione halten sich gerne im Sand, in Gebäuderitzen, Baumrinden oder zwischen Steinen auf. Daher sollte man niemals irgendwo hingreifen, wo man nicht auch hinsehen kann. Gerne nutzen sie auch umherliegende Kleidung, Rucksäcke oder Schuhe als Ruhequartier. Diese sollten daher stets vor dem Benutzen kontrolliert werden. Sollte es zu einem Stich kommen, so sollte schnellstmöglich ein Arzt konsultiert werden.
Stadttyphus: Eine bakterielle Erkrankung, die meißt in tropischen und subtropischen Hafenstädten anzutreffen ist. Sie ist auch unter "endemisches Fleckfieber", "Rattenfleckfieber", "endemischer Typhus" oder "Typhus murinus" bekannt. Die Übertragung erfolgt durch Ratten- und Mäuseflöhe. Nach der Inkubationszeit von 8 bis 12 Tagen kommt es zu hohem Fieber und zu starken Kopfschmerzen. Über die Hälfte der erkrankten Personen entwickelt einen fleckförmigen Hautausschlag. Eine medikamentöse Behandlung ist möglich. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte stets auf eine gute Hygiene und Sauberkeit geachtet werden.
Syphilis: Eine bakterielle Erkrankung, welche durch sexuellen Kontakt übertragen wird. Syphilis wird auch als Lues benannt. Nach einer Inkubationszeit von etwa 3 Wochen kommt es an der Haupteintrittspforte der Bakterien zu einem schmerzlosen Geschwür, das wieder abheilt. Anschliessend kommt es zu unterschiedlichen Krankheitsschüben über Monate und Jahre, welche letztendlich zu einem Gewebszerfall verschiedener Organe führen kann. Eine medikamentöse Behandlung ist möglich. Die Zahl der Erkrankten nimmt weltweit zu. Der beste Schutz ist der Gebrauch von Kondomen.
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Taeniasis sagginata (Rinderbandwurm): Wurminfektion durch ungenügend gekochtes Rindfleisch, das als Infektionsquelle dient, mit hohem Vorkommen in Russland, Afrika und Teilen Südamerikas. Meistens kommt es zu Übelkeit, Hungergefühl und Durchfall. Eine einmalige Einnahme eines Antiwurmmittels beseitigt den Erreger. Präventiv sollte Rindfleisch immer mindestens für 10 min. bei 100°C gekocht, bzw. vollständig durchgegart werden.
Tetanus: Die krankheitsauslösenden Bakterien kommen vor allem im Erdreich und im Straßenstaub vor und können schon bei kleinsten Verletzungen in die Haut gelangen. Auch der Biß eines Tieren kann zu einer Infektion führen. nach einer Inkubationszeit von 1 bis 2 Wochen können die von den Bakterien produzierten Giftstoffe bereits erste Symptome verursachen. Es kommt dabei zu schweren und schmerzhaften Krämpfen der Muskulatur, die bis zur vollständigen Muskelstarre mit Todesfolge führen können. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte stets auf einen aktiven Impfschutz geachtet werden.
Tollwut: Die Rabiesviren sind der Erreger der Tollwut und sie können durch den Speichel infizierter Tiere auf den Menschen übertragen werden. Nach einer Inkubationszeit von Wochen bis Monaten können erste Symptome in Form von Schmerzen und Missempfindungen im Bereich der Bißstelle auftreten. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommt es dann zu Krämpfen der Schlund-, Kehlkopf- und Atemmuskulatur, einem Erstickungsgefühl und zu Erregungszuständen. Die Krämpfe und Lähmungen der Atem- und Herzmuskulatur führen meißt innerhalb von zwei Wochen zum Tode. Die Tollwut ist weltweit verbreitet. Sollte es im Rahmen einer Reise zu einer Bißverletzung kommen, sollte dringendst und unverzüglich ein Arzt konsultiert werden. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte der Kontakt zu Tieren gemieden werden und bei erhöhter Gefahr kann mit einem Arzt eine Schutzimpfung in Betracht gezogen werden.
Toxocariasis (viszerale Larva migrans): Der im Hundedarm lebende Wurm kann Menschen infizieren, sich dort aber nicht vollständig entwickeln. Die Erkankung tritt weltweit im Umgang mit Hunden auf, eine Infektion führt zu Blutungen und zu Geschwulstbildung in Leber, Lunge, Gehirn, Auge und Herz mit jeweils unterschiedlichen Symptomen. Antihelmintika sind wirksam, zur Prävention dient der hygienische Umgang (Hände waschen) nach dem Spielen mit Hunden, insbesondere bei Kindern.
Toxoplasmose: Eine durch einen Einzeller hervorgerufene Erkrankung, die weltweit vorkommt. Die Übertragung erfolgt in erster Linie durch den Verzehr von rohem Fleisch oder durch den Kontakt mit kontaminiertem Tierkot. Neben Säugetieren können auch Vögel, Hühner, Tauben, ... infiziert sein. Die Inkubationszeit beträgt 10 bis 20 Tage und die Infektion verläuft meist ohne Symptome. Selten kann es zu Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit, Lymphknotenschwellung und/oder Durchfall kommen. Auch kann es zu Entzündungen der Leber, der Gehirns oder des Herzmuskels kommen. Personen mit einer ausgeprägten Immunschwäche sind häufiger von Komplikationen betroffen. Eine Infektion bei Schwangeren kann zur Schädigung des ungeborenen Kindes führen. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollten insbesondere Schwangere auf den Verzehr von rohem Fleisch verzichten. Obst und Gemüse sollte stets gründlich abgewaschen werden. Beim Umgang mit Tieren sollte auf eine gute Hygiene geachtet werden.
Trachom: Chlamydien sind Bakterien, die unterschiedliche Erkrankungen hervorrufen können. Die Erregertypen A, B, Ba und C können eine Augeninfektion (Trachom) hervorrufen, die mit einer beidseitigen Bindehautentzündung beginnt und zu einer andauernden Hornhautentzündung bis zur Erblindung führen kann. Das Trachom ist die häufigste Erblindungsursache weltweit. Die Erregertypen D bis K sind die häufigste Ursache für Infektionen der Harnwege. Die Erreger L führen zum Lymphogranuloma venereum, einer Geschlechtskrankheit, die in Afrika, Südamerika, der Karibik und in Südostasien vorkommt. Übertragen werden können Chlamydien durch Fliegen, Handtücher, Bettücher und Hände. Die Erreger D-K können durch alle Formen des Sexualkontaktes übertragen werden und die Inkubationszeit beträgt etwa 1 bis 3 Wochen. Eine Behandlung mit Antbiotika ist möglich. Zum Schutz sollte man auf entsprechende Hygiene achten, Kondome verwenden und den engen Kontakt zu erkrankten Personen distanziert gestalten. Die Erreger Chlamydia pneumoniae können durch eine Tröpfcheninfektion zu einer Lungenentzündung führen, die in der Regel eine Inkubationszeit von wenigen Tagen hat. Zum Schutz sollte man auf einen vorsichtigen Kontakt zu erkrankten Personen achten.
Trichinose: Eine Erkrankung durch Parasiten, die weltweit verbreitet sind. Die Erregerlarven werden durch kontaminiertes Schweinefleisch aufgenommen. Einen bis 28 Tage nach der Aufnahme der Erreger treten erste Symptome wie Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall auf. Die Larven können die Wand des Dünndarms durchdringen und so über die Blutbahn ins Muskelgewebe gelangen. Aus diesem Grund stehen in der zweiten Krankheitswoche oft die Muskelschmerzen im Vordergrund. Ein Befall der Herz- und Atemmuskulatur kann zu einer Atemlähmung und/oder einem Herzversagen führen. Meißt zeigen sich leichtere Verlaufsformen die in ein asymptomatisches Stadium mit der Bildung von Zysten übergeht. Eine Behandlung mit Medikamenten ist möglich. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte Schweinefleisch insbesondere in Ländern mit niedrigerem Hygienestandard, stets vollständig durchgegart/durchgebraten verzehrt werden.
Tripper: Die auch als Gonorrhö bekannte, bakterielle Geschlechtskrankheit ist weltweit verbreitet und wird durch Sexualkontakte übertragen. Nach einer Inkubationszeit von einem bis 12 Tagen kommt es zu einem brennenden Schmerz beim Urinlassen und einem eitrigen Ausfluss aus der Harnröhre. Bei Frauen kann es zu einer Entzündung der Gebärmutter, den Eileitern und der Eierstöcke kommen. Eine Behandlung mit Antibiotika ist möglich. Zur Vorbeugung sollten ungeschützte Sexualkontakte gemieden werden.
Trypanosomiasis: Die auch als Schlafkrankheit bezeichnete Erkrankung wird durch Parasiten hervorgerufen, die durch den Stich der Tsetse-Fliege übertragen werden. Die Inkubationszeit beträgt je nach Erregertyp drei Tage bis zu mehreren Monaten. Als erstes Symptom können die Lymphknoten im Bereich der Stichstelle anschwellen. Im weiteren Verlauf kommt es dann zur Schwellung der Halslymphknoten, Fieber, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit. Im dritten Stadium entwickelt sich eine fortschreitende Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute. Zur Vorbeugung sollte ein guter Insektenschutz (Kleidung, Repellents, Moskitonetze,...) betrieben werden und bei unklaren Insektenstichen in den Risikogebieten Afrikas, sollte ggf. eine fachärztliche Untersuchung angestrebt werden.
Tuberkulose: Die durch das Mycobacterium tuberculosis hervorgerufene Erkrankung ist weltweit verbreitet. Sie wird fast ausschliesslich durch Tröpfchen (Niesen, Husten) übertragen. Die Inkubationszeit beträgt 4 bis 12 Wochen. Die allgemeinen Symptome sind Fieber, Nachtschweiß und ein Schwächegefühl. Oft verlieren die Erkrankten deutlich an Gewicht. Je nach betroffenem Organ können unterschiedliche Symptome im Vordergrund stehen. Bei einer Lungentuberkulose ist das Husten, im fortgeschrittenen Stadium auch Bluthusten charakteristisch. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte der intensive Kontakt zu erkrankten Personen gemieden werden.
Tularämie: Eine bakterielle Erkrankung, die vor allem bei freilebenden Nagetieren vorkommt. Sie kann durch direkten Kontakt zu infizierten Tieren, durch das Einatmen von kontaminiertem Staub und durch Zeckenstiche auf den Menschen übertragen werden. Die variable Inkubationszeit beträgt in der Regel 3 bis 5 Tage und es kommt danach bei den meißten Erkrankten zu Fieber, Schüttelfrost und einer Entzündung der Lymphknoten. Selten kann es auch zu einer Erkrankung der Lungen oder zu einer Bindehautentzündung kommen. Eine medikamentöse Behandlung ist möglich. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollten direkte Tierkontakte gemieden werden und ein Schutz vor Zeckenstichen (Kleidung, Repellents,...) erfolgen.
Tungiasis: Eine Erkrankung durch Befall des Sandflohs. Der Sandfloh ist ein Parasit, der auf Warmblütern lebt und der bis zu 35cm hoch springen kann. Meist bohrt sich der Sandfloh in die Haut der Füße und verursacht nach etwa 8 bis 12 Tagen einen stark juckenden Entzündungsherd mit dunklem Zentrum. Anschliessend gelangen die Eier des weiblichen Sandflohs durch die Haut zurück in den Boden und der Sandfloh selbst stirbt. Dieses führt dann zu einer ausgedehnten Entzündung. Zum Schutz vor einem Befall sollte auf geeignete Kleidung und Schuhwerk geachtet werden. Barfußlaufen sollte vermieden werden.
Typhus: Eine bakterielle Erkrankung. Die Typhusbakterien gelangen durch verunreinigte Nahrungsmittel oder kontaminiertes Trinkwasser in den menschlichen Körper. Die Inkubationszeit beträgt im Schnitt 10 Tage bis maximal 30 Tage. Es kommt dabei zu einem langsamen Fieberanstieg bis zu hohem Fieber, Kopfschmerzen und Benommenheit. Husten, Verstopfung und eine Rötung im Bereich des Bauchnabels können auch auftreten. Erst in der zweiten Woche der Erkrankung kommt es zu Durchfällen. Hierbei können Darmblutungen, Entzündungen des Bauchfelles oder der Herzmuskulatur hinzukommen. Zum Schutz sollte stets auf eine gute Hygiene geachtet werden und ggf. mit dem Arzt eine Schutzimpfung in Betracht gezogen werden.
Typhus exanthematicus: Eine bakterielle Erkrankung durch Rickettsien, welche in die Zellen eindringen und sich dort vermehren können. Es tritt vornehmlich in Ländern mit geringem Hygienestandard, besonders in Kriegszeiten oder während Hungersnöten, auf. Übertragen werden sie durch Kleiderläuse. Die Inkubationszeit beträgt etwa 10 bis 14 Tage und die Symptome zeigen sich in Form eines Fieberanstieges innerhalb von 2 bis 3 Tagen auf eine Temperatur von 40° bis 40,5°C. Weiter kommt es dann zu einem Hautausschlag (Roseolen) und einer Schwellung der Milz. Etwa 20% der Erkrankten versterben durch eine Enzephalitis und/oder Herzversagen. Eine Erkrankung kann mit einem Antibiotikum behandelt werden. Wenn dabei nicht alle Rickettsien im Körper vernichtet wurden, kann es wiederholt zu einer Erkrankung kommen. Zum Schutz vor einer Infektion sollte auf eine gute Hygiene und auf saubere Unterkünfte geachtet werden. Läuse sollten aktiv bekämpft werden. Bei sehr hohem Risiko ist eine antibiotische Prophylaxe durchführbar.
Typhus murinus: Eine bakterielle Erkrankung, die meißt in tropischen und subtropischen Hafenstädten anzutreffen ist. Sie ist auch unter "endemisches Fleckfieber", "Rattenfleckfieber" oder "endemischer Typhus" bekannt. Die Übertragung erfolgt durch Ratten- und Mäuseflöhe. Nach der Inkubationszeit von 8 bis 12 Tagen kommt es zu hohem Fieber und zu starken Kopfschmerzen. Über die Hälfte der erkrankten Personen entwickelt einen fleckförmigen Hautausschlag. Eine medikamentöse Behandlung ist möglich. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte stets auf eine gute Hygiene und Sauberkeit geachtet werden.
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Vogelgrippe: Eine Viruserkrankung, die durch unterschiedliche Influenza-A-Viren hervorgerufen werden kann. Sie kann sowohl bei Vögeln als auch bei Menschen zu einer Erkrankung führen. Als Erregerreservoir fungieren meißt Wasservogel und Hühner. Eine Übertragung auf den Menschen kann durch das Einatmen von Viruspartikeln aus dem Speichel der Vögel oder durch den Kontakt mit Vogelkot erfolgen. Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 5 Tage. Die Symptome sind beim Menschen sehr variabel und reichen von sehr leichten Krankheitsverläufen wie beispielsweise einer geringen Bindehautentzündung bei einer Infektion mit dem Erregertyp H7N7, bis zu schweren Krankheitsverläufen mit Lungenentzündungen beim Erregertyp H5N1, welche oft tödlich verlaufen. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte der Kontakt zu Wasservögeln und Hühnern,sowie zu Federn und Stallungen gemieden werden. Auch Besuche von Vogelmärkten sollten unterbleiben. Regelmäßiges Händewaschen ist anzuraten.
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West-Nil-Fieber: Eine Viruserkrankung, die in Afrika, einigen asiatischen Ländern (z.Bsp. Indien und Indonesien) und auch in Südfrankreich vorkommt. Auch in den USA und in Kanada gab WNF-Erkrankungsfälle. Die Übertragung des Virus erfolgt durch Mücken. Die Inkubationszeit beträgt im Schnitt 1 bis 6 Tage, dann beginnt die Erkrankung schlagartig mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Benommenheit und starken Kopfschmerzen. Einige Tage später bildet sich häufig ein blass-grobfleckiger Hautausschlag. Selten kann es auch zu einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute kommen. Nach 3 bis 5 Tagen endet die Erkrankung meißt. Eine spezifische Behandlung gibt es nicht. Zur Vorbeugung sollte stets auf einen sehr guten Schutz vor Mücken (hautbedeckende Kleidung, Repellents, Moskitonetze,...) geachtet werden.
Wundstarrkrampf: (Tetanus) Die krankheitsauslösenden Bakterien kommen vor allem im Erdreich und im Straßenstaub vor und können schon bei kleinsten Verletzungen in die Haut gelangen. Auch der Biß eines Tieren kann zu einer Infektion führen. nach einer Inkubationszeit von 1 bis 2 Wochen können die von den Bakterien produzierten Giftstoffe bereits erste Symptome verursachen. Es kommt dabei zu schweren und schmerzhaften Krämpfen der Muskulatur, die bis zur vollständigen Muskelstarre mit Todesfolge führen können. Zum Schutz vor einer Erkrankung sollte stets auf einen aktiven Impfschutz geachtet werden.
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Zeckenenzephalitis: Eine bakterielle Erkrankung, die durch Zecken übertragen wird. Die Inkubationszeit beträgt 3 Tage bis einen Monat. Schon nach dem Zeckenstich kann es zu einer Hautrötung an der Einstichstelle kommen, die schmerzlos ist und sich ringförmig ausbreitet. Später können Gelenkschmerzen, eine Herzmuskelentzündung und Lähmungen auftreten. Wenn die Erkrankung früh diagnostiziert wird, sind die Heilungschancen mit einer antibiotischen Behandlung gut. Zum Schutz sollte man in Wäldern festes Schuhwerk, lange Hosen und langärmlige Kleidung tragen. Entgegen der allgemeinen Annahme lassen sich Zecken nicht auf den Menschen herabfallen, sondern sie klettern an uns hoch. Die Verwendung von zeckenwirksamen Repellentien ist sinnvoll. Nach dem Aufenthalt im Freien sollte der Körper auf Zecken abgesucht werden und evtl. vorhandene Zecken sollten Vorsichtig und gemäß Anweisung mit einer Zeckenzange schonend und ohne quetschen entfernt werden.
Zeckentyphus: Eine bakterielle Erkrankung, die in Brasilien, Nord- und Zentralamerika vorkommt. Übertragen wird sie durch den Stich von Zecken. Die Inkubationszeit beträgt 3 bis 14 Tage und die Erkrankung beginnt mit schnell ansteigendem und hohen Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Übelkeit und Benommenheit. Nach der ersten 3 bis 5 Tagen zeigt sich bei über 90% der Erkrankten ein kleinfleckiger Hautausschlag. Bei schweren Krankheitsverläufen kann es zu Blutungen und Kreislaufversagen kommen. Unbehandelt führt die Erkrankung in etwa 20% der Fälle zum Tode. Auch nach überstandener Erkrankung sind neurologische Folgeschäden möglich. Bei einer frühzeitigen Behandlung besteht eine gute Prognose. Zur Vorbeugung einer Erkrankung sollte ein guter Schutz vor Zeckenstichen durchgeführt werden.
Zystizerkose (Schweinebandwurm): Wurminfektion durch ungenügend gekochtes Schweinefleisch, das als Infektionsquelle dient, mit hohem Vorkommen in Mexiko, Afrika, Südostasien, Osteuropa und Südamerika. Lebende Würmer verursachen geringe Reizungen der befallenen Organe, absterbende Würmer weitreichende Reaktionen des Gewebes, z.B. mit Hirnausfallerscheinungen, Leberversagen etc. Eine Therapie in einem frühen Stadium ist daher entscheidend, ggf. kann die Operation befallener Organe zur Entfernung von Wurmzysten notwendig werden. Präventiv sollte Schweinefleisch mindestens für 10 min. bei 100°C gekocht, bzw immer vollständig durchgegart werden.
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